Wie wir arbeiten

Wie wir arbeiten

Unsere Schule ist ein Ort des gemeinsamen
Lebens und Lernens

Schulprofil

1. Vorwort
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„Es ist normal, verschieden zu sein.“ (Richard von Weizsäcker)

Die Margarete-Steiff-Schule wurde im Jahr 1985 gegründet. Seitdem lernen und leben Kinder mit und ohne Beeinträchtigung bei uns. Während die Idee der Integration von damals das Ziel hatte, Personengruppen in eine größere Gruppe zu integrieren, geht der heutige Inklusionsgedanke generell davon aus, dass eine Gesellschaft aus Vielfalt besteht. Die Mitarbeitenden der Margarete-Steiff-Schule sind mit einer inklusiven Grundhaltung gestartet, haben in einem engen Austausch miteinander die gemeinsame Beschulung stetig weiter entwickelt, fest inklusiv verankerte Strukturen geschaffen und im Laufe der Zeit das Profil der Margarete-Steiff-Schule geschärft. Wir überprüfen unser System kontinuierlich, um es den Bedürfnissen unserer Schulkinder anzupassen.

Der gesellschaftliche Wandel in Frankfurt machte es notwendig, unsere Schulstrukturen zu überdenken und zu verändern. Zunächst fand daher eine organisatorische Umstrukturierung des Schulalltags statt, die den Bedürfnissen unserer Kinder entgegenkommt. Im Anschluss daran haben wir uns über den Zeitraum von zwei Jahren in der Schulgemeinde mit den Leitsätzen unserer pädagogischen Arbeit auseinandergesetzt. Aus diesem Konzept ist ein Schulprogramm entstanden, welches unsere Arbeit widerspiegelt und uns einen verbindlichen Rahmen gibt. Es soll keine statische Beschreibung unserer Arbeit sein. Wir sehen es als eine Orientierungsgrundlage, mit der wir uns reflektieren und weiterentwickeln.

Dieses Schulkonzept ist das Ergebnis eines intensiven Austauschs zwischen Eltern und Kollegium. Allen, die bei der Erstellung des Schulkonzepts mitgewirkt haben, sprechen wir unseren herzlichen Dank aus. Die vielfältigen Impulse waren wichtig und haben zu dieser umfangreichen Darstellung geführt, die der Arbeit an unserer Schule gerecht wird.

2. Geschichte der Schule
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Die Margarete-Steiff-Schule startete am 23. April 1985 als gemeinnützige GmbH. Entstanden ist die Idee bei Gemeindemitgliedern der Evangelisch Französisch-reformierten Gemeinde sowie Eltern und der Kindergartenleitung des an die Gemeinde angeschlossenen integrativen Kindergartens. Der Wunsch war, dass die Grundschule die Arbeit des Kindergartens weiterführt mit der Idee, Kinder mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam zu beschulen. In Frankfurt war die Margarete-Steiff-Schule die erste ihrer Art. Sie startete einzügig in Praunheim und das ihr zugrundeliegende Modell sollte zum Vorbild für andere Grundschulen werden.

2009 ratifizierte Deutschland die UN-Behindertenkonvention. Damit verbunden veränderte sich die Denkrichtung: von der Integration zur Inklusion, die vom Grundsatz der Verschiedenheit ausgeht. Inklusive Pädagogik will nicht mehr vermeintliche „Defizite“ benennen, sondern die Vielfalt der unterschiedlichen Interessen, Eigenarten, Begabungen und Möglichkeiten wahrnehmen, respektieren und fördern. Mit dieser Einstellung arbeitet die Schule seit über 30 Jahren erfolgreich.

Mittlerweile ist die Margarete-Steiff-Schule zu einer zweizügigen Grundschule herangewachsen und in die Räumlichkeiten in der Platenstraße umgezogen, die zuletzt 2020 wieder grundlegend modernisiert wurden.

3. Unsere Leitlinien
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A. Unsere Schule ist ein Ort des gemeinsamen Lebens und Lernens.
B. Wir sind eine inklusive Schule mit christlichen Werten.
C. Wir sehen unseren Bildungsauftrag im Begleiten individueller Lernprozesse.
D. Wir setzen uns für eine nachhaltige und gesunde Schule ein.

Unsere Schule ist ein Ort des gemeinsamen Lebens und Lernens.

4. Schulorganisation
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4.1 Trägerschaft und Finanzierung
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Die Margarete-Steiff-Schule ist eine staatlich genehmigte Ersatzschule in freier Trägerschaft. Sie ist gemeinnützig und wird über Mittel des Landes Hessen, der Stadt Frankfurt sowie zweier Gesellschafter finanziert: der Evangelisch Französisch-Reformierten Gemeinde Frankfurt und dem Evangelischen Regionalverband. Hinzu kommen einkommensabhängige Schulgeldbeiträge der Eltern.

Die Evangelisch Französisch-Reformierte Gemeinde Frankfurt sowie der Evangelische Regionalverband Frankfurt-Offenbach bestellen als Träger der Schule den Aufsichtsrat, der die Geschäftsführung berät und kontrolliert.

4.2 Schulgemeinde
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Die Schulgemeinde der Margarete-Steiff-Schule ist groß und vielfältig wie das Leben. Neben den Schulkindern und deren Eltern sowie den Lehrkräften und sozialpädagogischen Fachkräften gehören dazu die kaufmännische sowie pädagogische Geschäftsführung und stellvertretende Schulleitung. Eine Schulsekretärin, Verwaltungsfachkräfte, Küchen- und Reinigungskräfte, junge Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr oder im Bundesfreiwilligendienst sowie Honorar- und studentische Fachkräfte im Nachmittagsbereich ergänzen die Arbeit in der Schule genauso wie die therapeutischen Fachkräfte und Teilhabeassistenzkräfte. Auch unser Schulhund zählt zur Schulgemeinde.

4.2.1 Die Kinder der Margarete-Steiff-Schule
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Die Margarete-Steiff-Schule hat Platz für 176 Schulkinder in acht Klassen, verteilt auf vier Jahrgangsstufen. Wir planen für jede Klasse 22 Kinder, fünf davon mit sonderpädagogischen Förderbedarf. In unserer Schule leben und lernen alle Kinder gemeinsam. Nicht nur im differenzierten schulischen Lernen findet dabei individuelles Lernen statt, sondern auch in allen Begegnungen der Schulgemeinschaft. Schulkinder lernen von- und miteinander. So eröffnen sich allen Kindern neue Entwicklungschancen, um eigene Stärken und Kompetenzen entfalten zu können. Unser Ziel ist es, alle Kinder auf ein inklusives gesellschaftliches Miteinander vorzubereiten.

4.2.2 Multiprofessionelle Klassenteams
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Jede Klasse wird von einem multiprofessionellen Team betreut. Zu jedem Team gehören eine Grund- und eine Förderschullehrkraft sowie eine sozialpädagogische Fachkraft und ein junger Mensch im Freiwilligen Sozialen Jahr oder Bundesfreiwilligendienst. In allen Unterrichtsstunden sind in der Regel zwei pädagogische Fachkräfte anwesend. Den Klassenteams stehen neun Schulstunden zur Verfügung, die mit allen drei Professionen besetzt werden. Der junge Mensch im Freiwilligendienst unterstützt das Klassenteam über den gesamten Schultag hinweg.

Die Multiprofession ermöglicht, die Kinder aus unterschiedlichen Blickrichtungen in ihrer Entwicklung und ihren Lernprozessen zu begleiten. So profitieren die Schulkinder bei der Vermittlung des Lernstoffs von verschiedenen Perspektiven und Herangehensweisen. Durch das Unterrichten im Team können die Kinder zudem intensiver betreut und gefördert werden. Aufgrund der guten personellen Ausstattung ist die Unterrichtsversorgung der Klassen kompetent und kontinuierlich gesichert.

Die Teams nutzen ihre unterschiedlichen Professionen, um den Schulvormittag so zu gestalten, dass alle Kinder nach ihren individuellen Bedürfnissen gefördert und gefordert werden können. Aufgaben der Klassenführung werden in gemeinsamer Verantwortung als Team gestaltet. Die Teammitglieder profitieren von den Fähigkeiten und Kompetenzen der Anderen, arbeiten gleichberechtigt, lernen dazu und entwickeln sich stetig weiter.

Die Klassenteams haben wöchentlich verankerte Kooperationszeiten für Absprachen und Unterrichtsplanung. Darüber hinaus werden hier neue Ideen entwickelt und Fachgespräche geführt.

4.2.3 Freiwilligendienst
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Zu den multiprofessionellen Teams gehören auch die jungen Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr oder Bundesfreiwilligendienst, die vielfältige Aufgaben übernehmen: Sie unterstützen einzelne Kinder im Unterricht, begleiten sie in den Pausenzeiten und in lebenspraktischen Bereichen. Nachmittags arbeiten die Freiwilligen im AG-Bereich, übernehmen kleine hauswirtschaftliche Tätigkeiten oder unterstützen im Verwaltungsbereich, um auch administrative Einblicke zu bekommen.

Die Freiwilligen sind eine Bereicherung für die gesamte Schulgemeinde. Ihr Dienst wird auch von ihnen selbst als sehr wertvoll für ihre persönliche Entwicklung erlebt. Das bestätigen uns die jährlichen Rückmeldungen. Träger für die Freiwilligendienste ist die Diakonie Hessen.

4.2.4 Geschäftsführung und Leitung
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Die Schule wird von einer kaufmännischen und einer pädagogischen Geschäftsführung geleitet. Zum Leitungsteam gehört weiterhin die stellvertretende Schulleitung. Das Leitungsteam arbeitet gleichberechtigt in enger Absprache miteinander. Wöchentliche Leitungssitzungen, der regelmäßige Austausch mit der Mitarbeitervertretung, im Bedarfsfall die Inanspruchnahme externer Beratung sowie Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sind selbstverständlich.

4.2.5 Das Kollegium
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Die Klassenteams, das Team der Nachmittagsbetreuung, die kaufmännische und pädagogische Geschäftsführung sowie die stellvertretende Schulleitung bilden zusammen das Kollegium der Schule. Um den professionellen Austausch zu fördern, trifft sich das Kollegium regelmäßig zu Fachkonferenzen. Supervision, kollegiale Fallberatung sowie Fortbildungen sind ebenfalls selbstverständlich. In Konferenzen und Steuergruppensitzungen wird auf Transparenz und gemeinsame Schulentwicklung, an der das gesamte Kollegium mitwirkt, Wert gelegt.

4.3 Schulgebäude und Außengelände
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Die Margarete-Steiff-Schule liegt in der Platenstraße im Frankfurter Stadtteil Ginnheim. Der Gebäudekomplex umfasst das zweistöckige Schulgebäude, in dem eine weitere Grundschule sowie zwei Turnhallen untergebracht sind. Die Schule ist barrierefrei und mit einem Aufzug ausgestattet. Jeder Klasse ist eine Farbe zugeordnet, die sich auch im Raumkonzept wiederfindet.

Zu jedem der acht Klassenräume gehört ein Differenzierungsraum mit einer Küchenzeile und einem Arbeitsplatz für das Lehrpersonal. Um die Zusammenarbeit zu erleichtern, liegen die Parallelklassen nahe beieinander. Als Funktionsräume stehen der Werkraum mit Brennofen, der Musikraum mit Bühne, die Bücherei, die Lehrmittelsammlung und vier Speiseräume sowie zwei Therapieräume zur Verfügung. Das Essen wird in der schuleigenen Küche zubereitet. In beiden Stockwerken gibt es behindertengerechte Kindertoiletten und Pflegeräume.

Im Verwaltungstrakt befinden sich das Lehrerzimmer mit Teeküche und Präsenzbibliothek, Leitungsbüros, zusätzliche Arbeitsplätze für das pädagogische Personal, Sekretariat, Kopierraum und Personaltoiletten.

Der weitläufige Schulhof bietet den Kindern vielfältige Spielmöglichkeiten: vom Klettergerüst mit Kletterwand über Rutsche, Wackelbrücke, Nestschaukel und Tischtennisplatte bis zu ausreichendem Platz für freies Spiel. In zwei Containern werden Spielmaterialien und verschiedene kindgerechte Fahrzeuge für den Pausenspaß aufbewahrt. Im Vorgarten der Schule befinden sich zwei Hochbeete, ein Insektenhotel, ein Freiluftklassenzimmer und ein Wasseranschluss für Wasserspiele.

Der Schule steht ein Schulgarten, liebevoll „Wildnis“ genannt, zur Verfügung. Dieses gepachtete Grundstück liegt fußläufig. Neben dem grünen Klassenzimmer bietet der außerschulische Lernort rund 2000 Quadratmeter zum Gärtnern, Spielen und zur Tierbeobachtung.

4.4 Unterrichtszeiten und -pausen
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Montag
7:30 - 8:00
Frühaufsicht

8:00 - 8:20
offene Ankommenszeit in den Klassen

8:20
Beginn des Unterrichts

8:20 - 10:30
Arbeitsblock 1, mit 10-minütiger Frühstückspause

10:30 - 11:10
Offenes Angebot

11:10 - 11:50
Arbeitszeit

11:50-12:30
Klassen 1+2: Mittagessen
Klassen 3+4: Arbeitszeit

12:30 - 12:55
Hofpause

12:55 - 13:35
Klassen 1+2: Arbeitszeit, Klassen 3+4: Mittagessen

13:35 - 14:15
Arbeitszeit

 

Dienstag, Mittwoch, Donnerstag
7:30 - 8:00
Frühaufsicht

8:00 - 8:20
offene Ankommenszeit in den Klassen

8:20
Beginn des Unterrichts

8:20 - 10:30
Arbeitsblock 1, mit 10-minütiger Frühstückspause

10:30 - 11:10
Offenes Angebot

11:10 - 11:50
Arbeitszeit

11:50-12:30
Klassen 1+2: Mittagessen
Klassen 3+4: Arbeitszeit

12:30 - 12:55
Hofpause

12:55 - 13:35
Klassen 1+2: Arbeitszeit, Klassen 3+4: Mittagessen

13:35 - 14:15
Arbeitszeit

14:15 - 14:30
AG-Pause

14:30 - 15:30
Arbeitsgemeinschaften (maximal 2 wählbar, freiwillig)

 

Freitag
7:30 - 8:00
Frühaufsicht

8:00 - 8:20
offene Ankommenszeit in den Klassen

8:20
Beginn des Unterrichts

8:20 - 10:30
Arbeitsblock 1, mit 10-minütiger Frühstückspause

10:30 - 11:10
Offenes Angebot

11:10 - 11:50
Arbeitszeit

11:50-12:30
Klassen 1+2: Mittagessen
Klassen 3+4: Arbeitszeit

12:30 - 12:55
Hofpause

12:55 - 13:35
Klassen 1+2: Arbeitszeit, Klassen 3+4: Mittagessen

13:35 - 14:15
Arbeitszeit

 

Wir bieten ab 7:30 Uhr eine offene Frühbetreuung an, die klassenübergreifend im unteren Speiseraum von einer pädagogischen Fachkraft betreut wird. Ab 8 Uhr können die Kinder in den Klassenräumen spielen, lesen und sich untereinander oder mit ihren Lehrkräften unterhalten. Pünktlich um 8:20 Uhr beginnt der Unterricht.

Im Schulvormittag ist eine Frühstückszeit eingeplant, die in den Klassenteams individuell geregelt wird.

Nach einer intensiven Arbeitsphase von drei Schulstunden haben die Kinder eine lange Pause (das Offene Angebot), die sie nach ihren persönlichen Interessen frei zur Bewegung und Entspannung nutzen können. Neben der täglichen Hofpause werden Freizeitbeschäftigungen wie Lesen in der Bücherei, Malen im Werkraum, Tischkicker, Gesellschaftsspiele oder Hörbücher angeboten.

Das gemeinsame Mittagessen von Kindern und Erwachsenen eines Klassenteams ist bei uns selbstverständlich und zählt zum Unterricht.
An zwei Nachmittagen der Woche (Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag) haben die Kinder der Jahrgangsstufen 2-4 die Möglichkeit, an einer Arbeitsgemeinschaft (AG) teilzunehmen. Darüber hinaus können sie täglich bis 17 Uhr die Nachmittagsbetreuung (NABI) besuchen.

In der ersten Klasse wird der Schultag schrittweise verlängert. Von den Sommer- bis Herbstferien haben die Erstklässler von 8:20 Uhr bis 13:35 Uhr Unterricht. Eine Betreuungszeit bis 14:15 Uhr wird - mit Unterstützung der Eltern - für diejenigen Familien eingerichtet, die diese Betreuungszeit benötigen. Nach den Herbstferien haben auch die Erstklässler um 14:15 Uhr Schulschluss. Mit Beginn des zweiten Halbjahres können sie eine AG pro Woche wählen.

Wir sind eine inklusive Schule mit christlichen Werten

5. Schulleben
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5.1 Vielfalt leben
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In unserer Schule wird Heterogenität als Bereicherung erfahren. Menschen mit und ohne Beeinträchtigung leben und lernen gemeinsam. Auch die Vielfalt der Religionen und Nationen heißen wir willkommen. Wir befürworten das Miteinander von Menschen unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft. Vielfältige Familienformen und Menschen aller Geschlechter finden hier ihren Platz.

5.2 Von- und miteinander lernen
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An der Margarete-Steiff-Schule pflegen wir eine Kultur des von- und miteinander Lernens. Dabei ist uns wichtig, dass die Kinder nicht nur von den Erwachsenen, sondern die Erwachsenen auch von den Kindern lernen sowie Kinder von Kindern lernen. Wir achten die Bedürfnisse der Kinder, nehmen ihre Belange ernst und unterstützen sie in ihrer persönlichen und schulischen Entwicklung.

Dabei begegnen sich Eltern und Lehrkräfte auf Augenhöhe und profitieren bei der Erziehung der Kinder vom wertschätzenden und respektvollen Austausch. Das gesamte Kollegium betrachten wir als kompetentes Potential, das uns durch einen stetigen professionellen Dialog eine fachliche Weiterentwicklung ermöglicht.

5.3 Umgangsformen
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Wir pflegen eine wertschätzende Kommunikation. Wir gehen respektvoll miteinander um, lassen andere ausreden und hören einander zu. Auf einen achtsamen Umgang aller Menschen der Schulgemeinde legen wir großen Wert. Die Erwachsenen verstehen sich als Vorbilder und leben diese Werte vor.

5.4 Konfliktlösung hat Raum und Zeit
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Um das friedliche und kooperative Miteinander in der Schule zu stärken, geben wir den Kindern und uns Raum und Zeit zur Konflikt- oder Problemlösung. Alle Mitglieder der Schulgemeinde werden dabei so akzeptiert und wertgeschätzt, wie sie sind.

5.5 Anderssein wird akzeptiert
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Unser Menschenbild ist geprägt von Toleranz, Wertschätzung, Offenheit und gegenseitigem Respekt. Unterschiedliche Lebensformen, Glaubensrichtungen und unterschiedliche geistige, körperliche und soziale Entwicklungen werden im Schulalltag thematisiert und respektiert.

Wir sehen unseren Bildungsauftrag im Begleiten individueller Lernprozesse.

6. Schulalltag
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6.1 Schule für alle Menschen
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Wir haben als Schulgemeinde das Ziel, eine Schule für alle Menschen zu sein. Unsere Schulplätze besetzen wir in jedem Jahr vielfältig und nach pädagogischen Gesichtspunkten. Ein wertschätzender und rücksichtsvoller Umgang ist für unsere Arbeit unabdingbar. Wir sind offen für alle Menschen, unabhängig von sozialer, finanzieller und ethnischer Herkunft sowie für alle in der Gesellschaft gelebten Familienmodelle.

6.2 Intensive Beziehungsarbeit
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Die Margarete-Steiff-Schule unterrichtet ihre Schulkinder in Jahrgangsklassen (1-4). Das Klassenteam begleitet die Kinder über vier Schuljahre. Eine gelingende Zusammenarbeit aller Beteiligten in diesem Prozess setzt eine intensive Auseinandersetzung zwischen ihnen voraus. Wir Mitarbeitenden der Margarete-Steiff-Schule legen daher großen Wert auf eine andauernde Beziehungsarbeit. Diese Beständigkeit ermöglicht die Entwicklung von gegenseitigem Vertrauen und bietet damit die Grundlage für die größtmögliche Ausschöpfung der Potenziale jedes einzelnen Kindes.

6.3 Pädagogische Schwerpunkte
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6.3.1 Tagesrituale
Kinder benötigen Rituale, um ein Gefühl von Sicherheit, Gemeinschaft, Verlässlichkeit und Geborgenheit zu entwickeln. Rituale tragen auch dazu bei, den Schulalltag zu rhythmisieren und zu gestalten. An unserer Schule werden die Kinder durch vielfältige Rituale im Schulleben begleitet. In der Regel finden die Folgenden statt:

Offener Anfang
Von 8 bis 8:20 Uhr können die Kinder im „offenen Anfang“ in der Schule ankommen und sich frei beschäftigen. Diese Zeit wird zum Spielen, Malen und Unterhalten mit Klassenkameraden oder pädagogischen Fachkräften genutzt.

Morgenkreis
Zu Beginn des Schultages trifft sich die Klasse im Kreis, um gemeinsam in den Tag zu starten. Der Morgenkreis wird überwiegend selbstständig von den Kindern geleitet. Je nach Klassenstufe wird der Morgenkreis mit unterschiedlichen Einheiten gefüllt: Die Anwesenheit wird überprüft, das Datum und der Tagesablauf werden besprochen und eventuell der Essensplan verlesen oder gezählt, wie viele Schultage seit der Einschulung vergangen sind. So erhalten alle Kinder eine Orientierungshilfe und Struktur für den Tag.

Geburtstag
Mit Ritualen und kleinen Geschenken werden die Geburtstage unserer Schulkindern in allen Klassen individuell gefeiert.

Erzählkreis
In allen Klassen werden regelmäßig Erzählkreise durchgeführt, in denen sich die Kinder über ihre Erlebnisse, Gefühle und Pläne austauschen. Auch unterschiedliche Bereiche des Schultags werden hier reflektiert.

Frühstück
Täglich findet im ersten Block vor dem offenen Angebot eine Frühstückszeit im Klassenverband statt. Hierzu bringen die Kinder ihr eigenes Frühstück mit. In einigen Klassen wird dabei aus Büchern oder eigenen Texten vorgelesen.

6.3.2 Klassenrat
Einmal in der Woche tagt in den Klassen der Klassenrat, der ein Mitbestimmungsgremium und einen Beitrag zur Demokratieerziehung darstellt. Bereits in der ersten Klasse werden die Schulkinder dazu herangeführt, zunehmend eigenständig und selbstorganisiert den Klassenrat zu leiten.
Eine genaue Struktur bildet die Basis für einen geregelten Ablauf der Diskussions- und Entscheidungsprozesse. Die Kinder diskutieren und beraten über für sie wichtige Themen. Dies können Wünsche oder Vorschläge, positive wie negative Rückmeldung sein. Zusammen werden Lösungsmöglichkeiten für Konflikte entwickelt und gemeinsame Vorhaben geplant.

6.3.3 Kinderteam
Darüber hinaus trifft sich in regelmäßigen Abständen das sogenannte Kinderteam. Hier kommen aus jeder Klasse zwei Klassensprecherinnen und Klassensprecher zusammen, die von den Klassen demokratisch zu Beginn des Schuljahres gewählt wurden. Das von einer pädagogischen Fachkraft moderierte Kinderteam diskutiert Themen, die die gesamte Schulgemeinde betreffen. Auch Wünsche und Vorschläge aus dem Klassenrat werden an das Kinderteam herangetragen.

6.3.4 Klassendienste
Die Kinder übernehmen wöchentlich wechselnde Klassendienste, wie zum Beispiel Tafeldienst, Tischdienst, Kalenderdienst, Blumendienst, Kehrdienst oder Mülldienst, um ihr Verantwortungsbewusstsein zu stärken und zu fördern.

6.3.5 Akustische oder optische Signale
Akustische oder optische Signale zeigen den Kindern Beginn, Ende oder Wechsel unterschiedlicher Arbeitsphasen im Unterricht an. Darüber hinaus werden diese Instrumente zur Unterstützung einer leisen Lernatmosphäre eingesetzt. Um die Kinder während des gesamten Schulvormittages nicht beim Arbeiten zu stören, haben wir uns bewusst gegen einen gängigen Schulgong entschieden.

6.3.6 Klassenfarben
Jeder Klasse ist eine Farbe zugeordnet. Diese dient der besseren Orientierung im Schulalltag. Im Farbkonzept der Schule wurden die Farben der Klassen integriert.

6.3.7 Unterricht
Als staatlich genehmigte Grund- und Förderschule ist es unser Ziel, die Kinder in den vier Unterrichtsjahren intensiv und nach ihren Möglichkeiten auf das weitere Schulleben vorzubereiten. Damit dies gelingt, haben wir die gleichen Unterrichtsinhalte und arbeiten mit den gleichen Lehrwerken wie staatliche Schulen. Wir halten uns an die hessischen Bildungsstandards sowie die entsprechenden Lehrpläne und bilden die vorgeschriebene Stundentafel im Unterricht ab.

6.3.8 Gemeinsames Lernen
In der Margarete-Steiff-Schule lernen alle Kinder gemeinsam. Kinder ohne Beeinträchtigung, Kinder mit körperlichen, geistigen oder sprachlichen Beeinträchtigungen gehören genauso dazu, wie Kinder mit Schwierigkeiten beim Lernen, Sehen, Hören oder im Umgang mit anderen. Die Verschiedenheit der Kinder ist Basis unserer pädagogischen Arbeit, die zum Ziel hat, diese entsprechend ihrer individuellen Möglichkeiten zu fördern und ihre Fähigkeiten zu erweitern. Hierzu arbeiten wir in multiprofessionellen Teams. Zurzeit lernen bei uns Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf im Bereich Lernen, Geistige Entwicklung, Körperlich Motorische Entwicklung, Sprache, Emotionale und soziale Entwicklung, Hören und Sehen sowie Kinder ohne sonderpädagogischen Förderbedarf.
Durch die Beschulung von Kindern mit unterschiedlichen kognitiven, körperlichen und emotionalen Voraussetzungen erfordert der Unterricht an unserer Schule eine besonders breite Differenzierung. Aufgrund der personellen Besetzung ist es für uns möglich, vielfältige, insbesondere offene Unterrichtsformen und wenn nötig entsprechende Differenzierungsmaßnahmen anzubieten.

6.3.9 Offener Unterricht
Offene Unterrichtsformen wie Tages- und Wochenplan, Logbuch, Freiarbeit, Lernen an Stationen, Lerntheke sowie Portfolio- oder Projektarbeit ermöglichen in besonderer Weise den selbstbestimmten Umgang mit einem Thema. Sie sind an der Margarete-Steiff-Schule fester Bestandteil des Unterrichts, jedoch nicht alleiniges Unterrichtsprinzip. Ziel ist es, alle Schulkinder mit offenen Unterrichtsformen vertraut zu machen. Die Lehrkräfte verstehen sich als Lernbegleiter, die Lern- und Verstehensprozesse, verbunden mit inhaltlichen Varianten, unterschiedlichen Zugängen und Methoden planen und gestalten.

Folgende Formen des offenen Unterrichts werden an der Margarete-Steiff-Schule angeboten (alphabetisch sortiert):

Freie Arbeit
In der Freien Arbeit gibt es ein Angebot von Lern- und Übungsmaterialien, die auf die Lerninhalte der Klasse abgestimmt sind. Jedes Kind kann sich gemäß seines Leistungsstandes Material wählen. Hierbei ist es den Lernenden überlassen, mit welchen Lerninhalten sie sich beschäftigen. Die Lernenden entscheiden innerhalb eines vorgegebenen Rahmens über die Dauer der Arbeitsphase.

Gruppenarbeit
Die Gruppenarbeit, analog zur Einzel- und Partnerarbeit, ist eine Sozialform des Unterrichts, bei der durch die zeitliche begrenzte Teilung des Klassenverbandes arbeitsfähige Kleingruppen entstehen. Diese arbeiten zielgerichtet an einer von der Lehrkraft vorgegebenen oder selbst erarbeiteten Themenstellung. Die Aufgaben sollten so gewählt sein, dass die jeweiligen Gruppenmitglieder das Arbeitsergebnis nur erreichen können, indem sie sowohl miteinander kooperieren als auch kommunizieren. Die Ergebnisse können in späteren Unterrichtsphasen für die Klasse nutzbar gemacht werden.

Logbuch
Das Logbuch ist ein zentrales Hilfsmittel zur Planung und zur Transparenz des individuellen und selbstgesteuerten Lernens. Für die Lernenden ist es ein persönliches Arbeitsinstrument, in dem das eigene Lernen dokumentiert wird. Zu Beginn einer neuen Schulwoche wird mit Hilfe der Lehrkraft ein Ziel für die Woche gesteckt. Während der Woche werden je nach Bedarf Vereinbarungen über das zu Lernende getroffen. Am Ende der Woche schätzen sich die Kinder in Bezug auf ihr Ziel ein und reflektieren sowohl ihre Arbeitshaltung als auch ihre Erfolge. Die Lehrkräfte sichten die Einschätzung und geben im Logbuch schriftlich eine positiv formulierte Bemerkung ab. Die Eltern der Lernenden sichten den Wochenrückblick und unterzeichnen ihn.

Projektunterricht
Beim Projektunterricht gehen die Lernenden selbst oder in einer Gruppe ein Projekt, ein Thema bzw. ein Problem an, versuchen dieses zu bearbeiten und in der letzten Phase den Prozess und das Ergebnis zu reflektieren. Ziel des Projektunterrichtes ist vor allem die problembewusste und engagierte Auseinandersetzung mit einem Thema und der daraus resultierende Kompetenzgewinn. Projektarbeit soll Kompetenzen stärken und verläuft nicht eng wissensreproduktiv. Aus der zielgerichteten Auseinandersetzung mit der Lebenswelt ergibt sich ein fächerübergreifendes Arbeiten.

Stationenlernen
Das Stationenlernen ist eine inhaltsorientierte Form des Lernens. Es stellt eine Übungsform dar, in der mehrere zumeist handlungsorientierte Lernangebote bereitgestellt werden, die häufig auf ein „Lernen mit allen Sinnen“ ausgelegt sind. Durch einen Variantenreichtum der Sozial- und Arbeitsformen wird ein abwechslungsreiches und intensives Einüben möglich. Vor der Arbeit an den Stationen ist eine ganzheitliche Einweisung aller Schulkinder notwendig, damit im Nachhinein selbstständig an allen Stationen gearbeitet werden kann.

Werkstattunterricht
Werkstattunterricht steht für eine mit Material vorstrukturierte Lernumgebung. Das von der Lehrkraft maßgeblich vorgeplante Angebot enthält Lernsituationen und -materialien, die den Kindern ein selbstständiges Arbeiten ermöglichen sollen. Die Lehrkraft stellt eine Vielzahl an Lernangeboten bereit, die sowohl fächerübergreifend sein können als auch verschiedene Sozialformen, Arbeitsmethoden und Zugänge bieten.

Wochenplan
Ein zentrales Instrument unseres Unterrichts ist der Wochenplan. Bei einem Wochenplan gibt die Lehrkraft den Lernenden konkrete Arbeitsaufträge, die in einem bestimmten Zeitraum zu erledigen sind, in diesem Fall innerhalb einer Woche. Hierbei handelt es sich meist um eine Auswahl von Pflicht- und Wahlpflichtaufgaben. Die differenzierten Anforderungen und der Umfang der Aufgaben werden dem Leistungsstand der

Lernenden angepasst.
Den Wochenplan nutzen wir insbesondere, um die Schukinder zum selbstständigen Arbeiten anzuleiten. Durch selbstbestimmtes Bearbeiten der Aufgaben lernen die Kinder, sich Arbeitsprozesse zeitlich sinnvoll einzuteilen. Diese individuellen Arbeitspläne ermöglichen auch das Üben und Vertiefen von Unterrichtsinhalten. Kinder mit besonderer Begabung können über den Unterrichtsstoff hinaus arbeiten und so spezifisch gefördert werden.
Angelegt an das System des Wochenplans kann mit einem Tagesplan gearbeitet werden.

6.3.10 Hausaufgaben
Das Kollegium der Margarete-Steiff-Schule hat sich dafür entschieden, in allen Jahrgängen sehr kurze Hausaufgaben zu geben. Der zeitliche Umfang in Klassen 1 und 2 sind maximal 15 Minuten pro Woche und Fach, in Klasse 3 und 4 maximal 30 Minuten pro Woche und Fach. Die Hausaufgaben werden über mehrere Tage gegeben, in der Regel von Montag bis Mittwoch und von Mittwoch bis Freitag. Ziel der Hausaufgabe ist das Vertiefen der Lerninhalte zu Hause. Darüber hinaus können Eltern so einen Einblick in die Lerninhalte ihres Kindes erhalten.

6.3.11 Individuelle Förderung
Kinder lernen unterschiedlich. Die Lern- und Leistungsentwicklung wird durch unterschiedliche Aspekte wie Lernvermögen und Auffassungsgabe, Arbeits- und Lerntempo, Organisationsfähigkeit, Anstrengungsbereitschaft und Lebensalter beeinflusst.
Um alle Schulkinder ihrem Leistungs- und Entwicklungsstand entsprechend fördern und fordern zu können, müssen sie sorgfältig in ihrem Arbeitsverhalten und ihrer Leistungsfähigkeit beobachtet werden. Der Unterricht wird so differenziert, dass jedes Kind die Möglichkeit erhält, Lernfortschritte zu erzielen.

Im Unterrichtsgeschehen geschieht dies durch eine „innere Differenzierung“. Die gestellten Aufgaben werden in ihrem Anforderungsniveau und Umfang entsprechend den Fähigkeiten des Kindes angepasst. Zusätzlich stellt die Lehrkraft Anschauungsmittel bereit, die zum Begreifen oder Verinnerlichen eines Unterrichtsinhaltes hilfreich sind. Mit individueller Unterstützung durch die pädagogischen Fachkräfte wird ebenfalls eine innere Differenzierung erreicht. Offene Unterrichtsformen und verschiedene Sozialformen, wie etwa Partner- oder Gruppenarbeiten, begünstigen diese Differenzierung. Die genannten Aspekte der inneren Differenzierung sind ein wichtiger Bestandteil der täglichen Unterrichtsarbeit.
An unserer Schule gibt es individuelle Förder- und Fordergruppen unterschiedlicher Art („äußere Differenzierung“). Je nach Begabung und besonderer Stärken der einzelnen Kinder werden klassenspezifische Angebote realisiert. In Kleingruppen können zum Beispiel schwierige Aufgaben persönlich erklärt und Unterstützungsmöglichkeiten angeboten werden.

Wir bieten bei Bedarf auch Förderung im lebenspraktischen Bereich an, wie zum Beispiel die Nachtischgruppe. In Kleingruppen aus Förder- und Regelkindern wird für die Klassengemeinschaft ein Nachtisch zubereitet. Der mathematische Bereich, sowie das Fach Deutsch werden praktisch umgesetzt, indem das Rezept gelesen wird, die Zutaten abgewogen werden müssen bzw. auf die jeweilige Anzahl der Kinder umgerechnet werden. Die Zubereitung der Speisen fördert den Umgang mit Nahrungsmitteln. Den Kindern wird vermittelt, dass es immer eine Vor- und Zubereitung gibt und dass Spülen und Aufräumen genauso dazugehört wie das Essen. Die Kinder sollen je nach Entwicklungsstand und körperlichen Fähigkeiten selbständig arbeiten. Verantwortungsbewusstsein und Eigenständigkeit sollen dadurch gefördert werden. Nicht zuletzt sollen die Kinder mit Freude die Speisen für die Klassengemeinschaft zubereiten und teilen.

6.3.12 Die Lernentwicklung im Blick
Der individuelle Lernfortschritt steht somit im Fokus, wird respektiert und honoriert. An unserer Schule verzichten wir bewusst auf Schulnoten. Neben dem jährlichen schriftlichen Lernentwicklungsbericht und den darin berücksichtigten Kompetenzbeschreibungen werden mit den Schulkinder Lernentwicklungsgespräche geführt.
Zur Überprüfung des individuellen Lernfortschritts gibt es in regelmäßigen Abständen kurze Tests. Darüber hinaus können standardisierte Testverfahren im Bereich Deutsch und Mathematik angewandt werden. Zur Vorbereitung auf die weiterführende Schule wird in den höheren Jahrgängen das Durchführen von Klassenarbeiten geübt.
Jährlich finden mit Eltern Lernentwicklungsgespräche statt. Bei Bedarf oder bei auftretenden Lernschwierigkeiten kann jederzeit das Gespräch gesucht werden.

6.3.13 Förderplanung
Für jedes Kind mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf beziehungsweise sich abzeichnendem Unterstützungsbedarf - zum Beispiel Lernschwierigkeiten wie Lese-Rechtschreibschwäche oder Rechenschwäche - wird von den Lehrkräften ein Förderplan erstellt, der mit den Eltern halbjährlich besprochen und fortgeschrieben wird. Die Förderpläne werden auf Basis des Entwicklungsstandes des Schülers oder der Schülerin erstellt. Hier ist uns eine ganzheitliche Betrachtung besonders wichtig. Ausgehend von den Stärken eines Kindes werden darin die Ansätze zur Förderung verdeutlicht. Alle zwei Jahre erfolgt eine Überprüfung des Unterstützungsbedarfs mit Hilfe der Klassenkonferenz.

6.3.14 Medienkompetenz
Der Umgang mit dem Computer, Smartphone oder Tablet ist für viele Kinder bereits im Grundschulalter ganz selbstverständlich. Für die meisten Familien ist der Zugang zu digitalen Medien eine Selbstverständlichkeit, jedoch kommt jedes Kind mit anderen Voraussetzungen und Lernerfahrungen an unsere Schule.

In jedem Klassenraum befindet sich eine Computerecke mit einem internetfähigen PC. Den pädagogischen Fachkräften stehen darüber hinaus ein weiterer Computer mit Internetanschluss und ein Drucker zur Verfügung. Das gesamte Schulgebäude ist mit WLAN versorgt. Die Schule verfügt über Tablets, die je nach Bedarf ausgeliehen werden können oder regelmäßig in bestimmten Klassen zum Einsatz kommen.
Im Unterricht unserer Schule findet der Computer im Bereich vielfältiger Lernspiele und der Recherche wie zum Beispiel für Referate und Projektarbeit Anwendung. Der Computer ermöglicht eine große Differenzierungsmöglichkeit, auch für Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Zunehmend sehen wir die Notwendigkeit, mit den Kindern der Jahrgänge 3 und 4 den sinnvollen und sicheren Umgang des Mediums Computer zu üben und zu ihrer Medienkompetenz beizutragen. Auch die Nutzung gängiger Schreibprogramme soll geübt werden.

6.3.15 Therapie
Für Kinder mit festgestelltem sonderpädagogischem Förderbedarf gibt es die Möglichkeit, an unserer Schule innerhalb der Unterrichtszeit Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie zu erhalten.

6.3.16 Teilhabeassistenz
Manche Kinder mit Unterstützungsbedarf benötigen über die personellen Möglichkeiten der Schule hinaus eine individuelle Teilhabeassistenz, um erfolgreich am Schulleben teilnehmen zu können. Diese übernehmen Aufgaben, die für das jeweilige Kind nötig sind. Sehr häufig sind dies Tätigkeiten in der Pflege und Betreuung des Kindes im Unterricht und in den Pausen, Hilfe bei der Bereitstellung und dem Umgang mit verschiedenen Arbeitsmaterialien oder präventive erzieherische Maßnahmen. Zeitweise ist auch die Betreuung außerhalb des Klassenverbandes Bestandteil der Arbeit, zum Beispiel in Einkaufssituationen. Alle genannten Aufgaben werden in Abstimmung und unter der Anleitung durch die pädagogischen Fachkräfte des Klassenteams ausgeführt.
Die Teilhabeassistenz muss von den Eltern beim zuständigen Sozialrathaus beantragt werden. Die Entscheidung, ob ein Kind eine Teilhabeassistenz benötigt, wird im Austausch von Eltern und Klassenteam getroffen (ggf. schon vor der Einschulung). Teilhabeassistenzen werden nicht an der Schule, sondern bei externen Trägern angestellt.

6.3.17 Sport und Bewegung
Für den Sportunterricht stehen uns eine Schulsporthalle und eine Mehrzweckhalle mit moderner Ausstattung zur Verfügung. Über die verpflichtenden Sportstunden innerhalb des Stundenplans hinaus bieten wir innerhalb der Arbeitsgemeinschaften wechselnd diverse Sportmöglichkeiten – Ballsport, Tischtennis, Yoga und Bewegungsspiele in der Turnhalle sind nur eine kleine Auswahl. Auch die Pausenzeit lädt zu Spiel und Bewegung auf dem Schulhof ein.
Innerhalb der dritten Klasse wird ein halbes Jahr Schwimmunterricht gelehrt. Dazu fahren die Klassen mit öffentlichen Verkehrsmitteln in eines der Frankfurter Bäder, in denen wir eine Schwimmbahn für den Unterricht mieten. Für den Schwimmunterricht haben wir umfassende Materialien vor Ort.

Ein zu häufiges und langes Sitzen kann der Gesundheit schaden. Während des Unterrichtes gibt es kurze Bewegungs- oder Entspannungspausen (Spiele, Lieder etc.). Außerdem werden Unterrichtsinhalte mit Bewegung verknüpft.

7. Besonderes im Schulleben
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7.1 Tag der offenen Tür
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n jedem Schuljahr bieten wir einen Tag der offenen Tür an. Dazu wird in den Kindertageseinrichtungen und auf der Homepage eingeladen. An diesem Tag haben alle an der Margarete-Steiff-Schule Interessierten die Möglichkeit, die Schule zu besichtigen, Mitarbeiter kennen zu lernen und Auszüge der Arbeit der Margarete-Steiff-Schule zu erleben. Der Tag wird von der gesamten Schulgemeinde gestaltet: Die Kinder präsentieren mit den Mitarbeitern die Ergebnisse einer vorausgegangenen Projektwoche, die Eltern beteiligen sich am Auf- und Abbau sowie an der Bewirtung und stehen interessierten Gästen zu Gesprächen zur Verfügung. Die Lehrkräfte informieren über unsere pädagogische Arbeit.

7.2 Elterninformationsabend
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Im September bieten wir einen Elterninformationsabend an. Zu diesem Termin stellen sich die voraussichtlichen Klassenteams für die ersten Klassen im folgenden Schuljahr vor und berichten über ihre Arbeit. Die Geschäftsführung gibt darüber hinaus Informationen zum Schulkonzept und zum Aufnahmeverfahren. Eine Führung durch das Schulgebäude rundet den Abend ab.

7.3 Anmeldung
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Ende September endet das Anmeldeverfahren für die Schulanfänger. Alle angemeldeten Kinder werden zu einem Kennenlernnachmittag in die Schule eingeladen oder vor Ort in ihrem Kindergarten besucht. Im Dezember bekommen die Familien eine Zu- oder Absage für einen Schulplatz. Davon unabhängig ist, dass alle Kinder an der für sie zuständigen staatlichen Grundschule angemeldet sein müssen. Eltern von Kindern mit einer Beeinträchtigung müssen auch dort die Überprüfung des sonderpädagogischen Förderbedarfs in Auftrag geben. Dies ist bei uns Voraussetzung, um einen entsprechenden Schulplatz zu bekommen.

Kurz vor den Sommerferien werden die Kinder der zukünftigen ersten Klassen zu einem Schnupper-Schultag und die Eltern zu einem ersten Elternabend eingeladen.

7.4 Einschulung
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Am ersten Mittwoch nach den hessischen Sommerferien findet an unserer Schule die Einschulungsfeier in der Mehrzweckhalle statt. Die ganze Schulgemeinde begrüßt die neuen Mitglieder der Margarete-Steiff-Schule. Eine zweite Klasse bereitet hierfür ein Theaterstück vor. Nach der Einschulungsfeier haben die Erstklässler ihre erste Unterrichtsstunde und die Eltern der zweiten Klassen bewirten die Eltern der Schulanfänger.

7.5 Einschulungsgottesdienst
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In der zweiten Schulwoche findet innerhalb der Räumlichkeiten der Evangelisch Französisch-Reformierten Gemeinde Frankfurt unser Einschulungsgottesdienst statt. Gemeinsam mit dem Pfarrer gestaltet eine der dritten Klassen den Schulgottesdienst für die gesamte Schulgemeinde. Auch Eltern der Schule sind hier herzlich willkommen.

7.6 Ab in die Ferien!
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Am letzten Schultag vor den Herbst-, Weihnachts- und Osterferien treffen sich die Kinder und pädagogischen Fachkräfte im Musikraum. In diesem Rahmen können einzelne Klassen oder Kinder präsentieren, was sie im Unterricht gelernt haben. Oft werden Gedichte vorgetragen, Lieder gesungen oder Tänze gezeigt. Vor den Weihnachtsferien führt eine der zweiten Klassen ein Weihnachtstheater vor. An diesen drei Tagen findet die Unterrichtszeit nach Plan statt und nicht, wie an staatlichen Schulen üblich, verkürzt.

7.7 Sankt Martin
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Im November feiern die ersten und zweiten Klassen gemeinsam mit den pädagogischen Fachkräften und den Eltern das Sankt Martins-Fest. Im Vorfeld basteln die Kinder ihre Laternen im Unterricht. In der Evangelisch Französisch-Reformierten Gemeinde findet ein kurzer Gottesdienst statt, den die ersten Klassen mitgestalten. Im Anschluss laufen alle mit ihren Laternen singend zur Schule, um dort (Kinder-) Punsch zu trinken und frisches Martinsgebäck miteinander zu teilen. Am Martinsfeuer lassen wir den Abend ausklingen.

7.8 Flohmarkt
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Auf Initiative des Kinderteams findet um die Martinszeit ein Kinderflohmarkt statt. In allen Klassen können die Kinder Spielmaterial und Bücher an Mitschülerinnen und Mitschüler verkaufen. Einen Teil des Erlöses können die Kinder für einen guten Zweck spenden.

7.9 Adventssingen
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In der Adventszeit treffen sich alle Kinder und pädagogischen Fachkräfte montagmorgens im Foyer der Schule am Weihnachtsbaum zum traditionellen Adventssingen. Jede Woche wird ein neues Lied gesungen, das zuvor im Musikunterricht geübt wurde.

7.10 Nikolaus
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Der Nikolaus besucht in jedem Jahr auch unsere Schule. Er erzählt aus seinem Leben und die Klassen präsentieren Gedichte oder Lieder.

7.11 Weihnachts- und Osterwerkstatt
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In der Adventszeit und kurz vor Ostern finden thematisch orientierte Bastelwerkstätten statt. Jede Klasse bietet ein Bastelangebot an. Die Kinder können dabei frei auswählen, was sie herstellen möchten.

7.12 Fasching
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An Fasching wird die Margarete-Steiff-Schule von den Erstklässlern geschmückt. Mit einer Polonaise durch das gesamte Schulgebäude startet die Faschingsparty. In den Räumen der zweiten Klassen werden Gruppenspiele angeboten und die Kinder können sich schminken lassen. Im Musikraum veranstalten die dritten Klassen eine Disko. Die vierten Klassen bedienen im Faschingscafé in den unteren Speiseräumen.

7.13 Bewegliche Ferientage
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Neben den durch das staatliche Schulamt festgelegten beweglichen Ferientagen verfügt die Schule aufgrund der verlängerten Schultage vor Herbst-, Weihnachts- und Osterferien sowie der Schulpflicht für alle Kinder am Tag der offenen Tür über zwei zusätzliche Ferientage („Inti-Ferientage“). Diese werden zu Beginn des Schuljahres festgelegt und den Eltern im Rahmen des Terminplanes mitgeteilt.

7.14 „Schöne Woche“ und Klassenfahrten
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In der ersten Klasse findet die „Schöne Woche“ statt. In dieser Zeit werden Ausflüge in die nähere Umgebung sowie gemeinsame von den Kindern gewünschte Aktivitäten durchgeführt. Auch in den höheren Klassen finden vor den Ferien solche „entspannten“ Tage statt. Ab dem zweiten Jahrgang fahren die Klassen in der Regel jedes Jahr auf Klassenfahrt. Die Dauer der Fahrten richtet sich nach den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Kindergruppe und liegt bei zwei bis fünf Tagen.

7.15 Sportfest
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Jedes Jahr führen wir anstatt der Bundesjugendspiele ein Sport- und Spielfest durch. Auf dem benachbarten Sportplatz werden zahlreiche Sport- und Spielmöglichkeiten angeboten. Die Bewegungsmöglichkeiten reichen von Rollstuhlparcours, Gummistiefelweitwurf über Dreibeinlauf, Weitspringen bis Wettrennen.

7.16 Projektwoche
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Ein- bis zweimal im Jahr findet in der Margarete-Steiff-Schule eine Projektwoche statt, die klassenintern oder klassen- und jahrgangsübergreifend gestaltet werden kann. Die Kinder werden in der Regel an der Themenfindung beteiligt und mit unterschiedlichen Methoden auf verschiedenen Ebenen des Lernens angesprochen. In der Projektwoche besteht die Gelegenheit, sich besonders mit den eigenen Stärken einzubringen und sich intensiv mit einem Thema auseinanderzusetzen. Zudem sammeln die Kinder durch das gemeinsame Arbeiten in den Gruppen wichtige Erfahrungen im Bereich des kooperativen Lernens.
Den Abschluss der Projektwoche bildet die Präsentation am Tag der offenen Tür. Neben den Eltern und Verwandten der Kinder sind auch zukünftige Schulanfänger, die Kooperationspartner sowie Freunde und Förderer der Schule eingeladen. Die Besucher gewinnen an diesem Tag einen Einblick in die Vielfalt der Aktionen der Projektwoche.

7.17 Übergang zur weiterführenden Schule
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Am Ende der Grundschulzeit steht der Wechsel zur weiterführenden Schule an. An Informationsabenden werden die Eltern über die Möglichkeiten der weiteren Beschulung informiert. Viele Kinder unserer Schule wechseln an Integrierte Gesamtschulen oder Gymnasien. In Übergangsgesprächen sprechen die Lehrkräfte eine Empfehlung für den weiteren Bildungsgang aus. Wie auch in staatlichen Schulen üblich, entscheiden sich die Eltern für einen Bildungsgang und äußern zwei Wunschschulen. Eltern von Kindern mit festgestelltem sonderpädagogischen Förderbedarf werden zu Übergang und Schulwunsch intensiv beraten. Unter Mitwirkung des Beratungs- und Förderzentrums wird eine Schule gewählt, die den Wünschen der Eltern entspricht.
Unter Umständen kann es für ein Kind hilfreich sein, die Grundschulzeit um ein Jahr zu verlängern. Auf besonderen Elternwunsch versuchen wir dies zu ermöglichen.

7.18 Abschiedstheater
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Am Ende der vierten Klasse verabschieden sich die Schulkinder mit einem Abschiedstheater. In den letzten Wochen vor den Sommerferien wird ein Theaterstück erarbeitet und geprobt. Auch die Bühnenbilder werden entworfen und gebaut. Das Theaterprojekt ist eine Gemeinschaftsproduktion der beiden Parallelklassen. Zwei Aufführungen finden statt, eine für die Schulgemeinde am Vormittag und eine für die Eltern am Nachmittag.

Das Abschiedstheater ist immer ein großes Ereignis für alle und die Kinder der vierten Klasse werden mit einem tosenden Applaus verabschiedet. Bei diesem Theater auf der Bühne wird sichtbar, wie die Schulkinder sich in den vier Jahren ihrer Grundschulzeit entwickelt haben, wie stark sie in ihrer Persönlichkeit gewachsen sind und wie selbstbewusst sie sich präsentieren können.

8. Offene Ganztagsschule
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8.1 Mittagessen
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In der Margarete-Steiff-Schule essen alle Kinder täglich im Klassenverband zu Mittag. Uns ist wichtig, dass die Kinder wie zu Hause im Familienverband an Tischgruppen mit den pädagogischen Fachkräften zusammensitzen und sich unterhalten können. Das Essen steht auf Speisewagen im Essensraum und die Kinder haben die Möglichkeit, die Essensmenge selbst zu bestimmen. In der Küche können sie bei Bedarf auch Essen nachholen.

Das Küchenteam bereitet die Speisen frisch zu. Dabei wird auf alle Unverträglichkeiten und Allergien geachtet und separat gekocht. Ein vegetarisches Gericht wird täglich angeboten.

Der Speiseplan wird von unserer Hauswirtschaftsleitung jede Woche neu zusammengestellt und orientiert sich am Bremer Modell. Dies bedeutet eine ausgewogene Auswahl von Speisen und umfasst 2 bis 3 vegetarische Mittagessen, ein Gericht mit Fisch und maximal zwei Gerichte mit Fleisch pro Woche. Auch Nudeln, Reis, Kartoffeln und Hülsenfrüchte werden in den Speiseplan integriert.

Die Lebensmittel werden wöchentlich frisch geliefert. Fast alle Obst- und Gemüsesorten, Milchprodukte, Öle und Gewürze bekommen wir von Bio-Lieferanten. Das Fleisch beziehen wir von einem Metzger aus dem Odenwald. Das Küchenpersonal versucht, Verpackungsmüll zu vermeiden.

8.2 Nachmittagsbetreuung (NABI)
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Die Nachmittagsbetreuung der Margarete-Steiff-Schule, kurz NABI, richtet sich an alle Kinder der Schule. Dieses Angebot ist nicht im Schulgeld inbegriffen. Es ist unser Bestreben, allen Kindern der Klassen 1 bis 4 einen abwechslungsreichen, kreativen und entspannten Nachmittag anzubieten. Die Angebote reichen von Bewegungs- und Spielangeboten über kreative Gestaltungsmöglichkeiten bis zu Formen des Ausruhens und Krafttankens. Zudem werden die Kinder bei den Hausaufgaben betreut und bei Bedarf unterstützt.

Die NABI findet an allen Schultagen von 14:15 Uhr bis 17:00 Uhr statt. Ein klar strukturierter Ablauf des Nachmittags mit festen Uhrzeiten ist uns besonders wichtig, da er das Bedürfnis vieler Kinder nach Ordnung und Verlässlichkeit erfüllt.

Die Klassenteams und die pädagogischen Fachkräfte der Nachmittagsbetreuung stehen in sehr gutem Kontakt. Sie sind in regelmäßigem Austausch über den Entwicklungsstand der Kinder. Unser Ziel ist es, gemeinsam in einem multiprofessionellen Team die Entwicklung der Kinder jederzeit zu unterstützen.

8.2.1 Arbeitsgemeinschaften
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Unsere Arbeitsgemeinschaften (AG) werden vom Nachmittagsbetreuungsteam an drei Tagen der Woche (Dienstag, Mittwoch, Donnerstag) organisiert. An jedem der drei Tage gibt es ein vielfältiges Programm aus unterschiedlichen Themenbereichen. Arbeitsgemeinschaften sind freiwillige zusätzliche Angebote. Die ersten Klassen können ab dem zweiten Halbjahr ein Angebot wählen, alle anderen dürfen zwei Angebote wählen. Die Inhalte wechseln halbjährlich. Mögliche Arbeitsgemeinschaften sind: Fußball, Basketball mit den Skyliners Frankfurt, Musik, Textiles Gestalten, Tanzen, Rund um den Hund, Schmuck, Glück, Töpfern, Bücherkino, offenes Atelier, Völkerball, Erste Hilfe, Wildnis, Experimente, Trommeln und vieles mehr. Um immer ein attraktives und anspruchsvolles Angebot bieten zu können, leiten neben unserem pädagogischen Personal auch kompetente Honorarkräfte die Arbeitsgemeinschaften.

8.2.2. Ferienspiele
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Zusätzlich zu dem Angebot der Nachmittagsbetreuung gibt es in insgesamt vier Ferienwochen „Ferienspiele“. Dies ist ein ganztägiges Betreuungsangebot in den Oster-, Sommer- und Herbstferien, welches sich vorrangig an die Kinder richtet, die die Nachmittagsbetreuung besuchen.

Ein umfassender Austausch mit den Eltern ist uns auch hier sehr wichtig und ein zentraler Punkt unserer Arbeit. Mit konstruktiver Zusammenarbeit sorgen wir dafür, dass sich alle Kinder in der Nachmittagsbetreuung wohlfühlen.

9. Elternmitwirkung
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Elternmitwirkung
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Die Zusammenarbeit und der Austausch zwischen Erziehungsberechtigten und pädagogischen Fachkräften ist wesentlicher Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Ein wertschätzender Austausch aller Beteiligten bildet hierbei die Grundlage. Wir sehen dabei die Erziehungsberechtigten als Experten für ihr Kind. Die Pädagoginnen und Pädagogen sind Experten für das Unterrichtsgeschehen und den Schulalltag.

9.1 Elterngespräche
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Die Teams führen Gespräche mit den Erziehungsberechtigten zur gegenseitigen Information. Mindestens einmal im Jahr finden mit allen Eltern Gespräche statt, um über den aktuellen Leistungs- und Entwicklungsstand zu informieren. In diesen Elterngesprächen wird das Kind ganzheitlich betrachtet. Das soziale Umfeld und die familiäre Situation ist genauso im Fokus wie die sozial-emotionale und kognitive Entwicklung in der Schule. Ein wertschätzender Austausch, Transparenz und das gemeinsame Suchen von Lösungen für aufgekommene Fragen sind nach unserem Verständnis maßgeblich für die Elterngespräche. Neben den jährlichen Elterngesprächen können, wenn nötig auch weitere Gespräche vereinbart werden. Ergänzend gibt es Gespräche, an denen die Kinder selbst beteiligt sind.

9.2 Fördergespräche und Große Runde
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Fördergespräche finden zweimal im Schuljahr statt. An den Fördergesprächen nehmen das Team und die Erziehungsberechtigten des Kindes teil. Die Gespräche laufen im Herbst und im Frühjahr. Bei jedem Gespräch wird gemeinsam mit den Erziehungsberechtigten der aktuelle Förderplan besprochen und fortgeschrieben.

Zusätzlich zu den Fördergesprächen findet für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf einmal im Schuljahr die „Große Runde“ statt. An diesem nimmt die Förderschullehrkraft, die Erziehungsberechtigten des Kindes und die jeweiligen Therapeutinnen und Therapeuten teil. Auch externe therapeutische und medizinische Fachkräfte, die das Kind gut kennen, können an der Großen Runde teilnehmen. Grundlage ist die Förderplanung der therapeutischen Fachkräfte, die zur Großen Runde einladen. Ziel dieses Gespräches ist es, Inhalte der Therapie bestmöglich mit Unterrichtsinhalten und aktuellen Themen aus dem Elternhaus zu verknüpfen.

9.3 Mitteilungsheft und Elternpost
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Zeitnahe Informationen den Schulalltag betreffend, werden über das Mitteilungsheft, die Elternpost oder per E-Mail vermittelt.

9.4 Elternbeiräte
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Elternbeiräte vertreten die Gesamtheit der Eltern einer Klasse und berichten über ihre Tätigkeiten in den einzelnen Gremien regelmäßig auf Elternabenden, sofern diese Informationen nicht der Schweigepflicht unterliegen. Über anstehende Entscheidungen wird rechtzeitig auf Elternabenden informiert. Die Schulleitung bzw. die Teams der einzelnen Klassen sind verpflichtet, mit den Elternbeiräten grundsätzliche pädagogische, konzeptionelle und organisatorische Änderungen sowie Vorhaben zu beraten und gegebenenfalls abzustimmen. Elternbeiräte können auf Wunsch der Beteiligten in Konfliktfällen eine vermittelnde Funktion übernehmen. Die Elternbeiräte sind Mitglieder im Schulelternbeirat.

9.5 Elternabend
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Elternabende dienen der Information über das Geschehen in der Klasse. Die pädagogische Arbeit wird transparent dargestellt, über den Einsatz von Lehr- und Unterrichtsmitteln informiert und Organisatorisches besprochen. Elternabende finden regelmäßig, mindestens vier Mal pro Schuljahr statt. Zeitpunkt, Gestaltung und Leitung des Elternabends verantworten die gewählten Elternbeiträte in Absprache mit dem jeweiligen Klassenteam.

9.6 Gesamtelternabend
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Bei Bedarf werden alle Eltern zu einem Gesamtelternabend eingeladen. Hier werden Belange, die die Gesamtheit der Schule angehen, diskutiert. An den Gesamtelternabenden nehmen nach Möglichkeit auch die pädagogischen Fachkräfte und die Schulleitung teil. Für Zeitpunkt, Gestaltung und Leitung der Gesamtelternabende sind die gewählten Vorsitzenden des Schulelternbeirates verantwortlich. Die Abende werden gemeinsam mit der Schulleitung vorbereitet.

9.7 Schulelternbeirat
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Mitglieder des Schulelternbeirates sind die gewählten Elternvertretungen der jeweiligen Klassen. Der Beirat wählt aus seiner Mitte eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden, eine Stellvertreterin oder einen Stellvertreter und Delegierte zur Wahl des Stadtelternbeirats. An den Sitzungen des Schulelternbeirates nimmt die Schulleitung teil. Der Schulelternbeirat kann aus besonderen Gründen allein beraten.
Der Schulelternbeirat nimmt das im hessischen Schulgesetz formulierte Mitbestimmungsrecht der Eltern wahr. Entscheidungen des Schulausschusses bedürfen der Zustimmung des Schulelternbeirates.

9.8 Schulausschuss
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Zum Schulausschuss gehören die Schulleitung, jeweils vier Vertreter der pädagogischen Fachkräfte und vier Elternvertreter sowie der Vorsitz des Schulelternbeirates.
Der Schulausschuss ist das Organ gemeinsamer Beratung und Beschlussfassung, in der pädagogische Fachkräfte und Eltern zusammenwirken. Er berät alle wichtigen Angelegenheiten der Schule und vermittelt bei Meinungsverschiedenheiten.

9.9 Inklusions-AG
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Die Inklusions-AG ist ein regelmäßig stattfindendes Forum, in dem sich interessierte Erziehungsberechtigte zum Erfahrungsaustausch treffen. Dieser Rahmen bietet auch die Möglichkeit, über Ängste zu sprechen, Hemmungen abzubauen sowie die Inklusionsprozesse weiter zu entwickeln.

9.10 Eltern im Schulleben
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Über die Mitarbeit in Gremien hinaus freuen wir uns über das Mitwirken von Eltern an pädagogischen Tagen, Workshops und Gesamtkonferenzen. Daneben unterstützen uns Eltern aktiv über das gesamte Schuljahr hinweg. Am Tag der Einschulung begrüßen die Eltern der zweiten Klassen die neuen Eltern mit Kaffee und Kuchen. Am Informationsabend sowie am Tag der offenen Tür beteiligen sich die Elternbeiräte, um Informationen von Eltern für Eltern weiter zu geben.

Außerdem bieten die Eltern am Tag der offenen Tür ein Buffett für die Gäste an. Darüber hinaus sind die Eltern an diesem Tag aktiv vor Ort und unterstützen, wo sie gebraucht werden.

Nach der Klassenfahrt begrüßen die Eltern die Heimkehrer mit einem Willkommensbuffett im Vorgarten der Schule. Sie unterstützen bei Schulfesten und organisieren alle zwei Jahre das Elternfest mit einem Theater.

9.11 Förderverein
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Vor einigen Jahren gründeten Eltern den Förderverein der Schule. Dank des Fördervereins konnten schon viele wundervolle Projekte finanziert und dadurch realisiert werden. Einige Beispiele sind unter anderem das Abschiedstheater im Zirkus Zarakali, eine AG zur Bewegungsförderung, der beliebte Tischkicker, die Popcorn-Maschine, musikalische Ausstattung mit Ukulelen sowie die Techniktürme für den Sachunterricht.

10. Schulentwicklung
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Damit die Margarete-Steiff-Schule sich stetig effektiv und kompetent weiterentwickelt, gibt es zahlreiche fest installierte Instrumente. Regelmäßige von der Schule finanzierte Teamsupervisionen und Fortbildungen sowie regelmäßige Treffen von Fachgruppen sind für uns genauso selbstverständlich wie Pädagogische Tage und von außen begleitete Steuergruppensitzungen und Schulleitungscoaching.

11. Öffnung von Schule
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11.1 Außerschulische Lernorte
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Das Angebot in Frankfurt eröffnet unseren Schulkindern vielfältige Möglichkeiten, ihren Erfahrungs- und Lebensraum zu erweitern. Diese Angebote werden von uns in vielfältiger Weise genutzt. Unter anderem sind zu nennen der Colorado Park (Abenteuerspielplatz Riederwald) in der Nähe der Schule, Museen wie das Senkenbergmuseum, das Bibelmuseum, das Städel, Zoo, Palmengarten mit Papagenotheater, diverse Parks der Umgebung und die Alte Oper. Gerne besuchen wir auch die Burgfestspiele in Bad Vilbel.

Ein besonderer und wichtiger Lernort ist unser Schulgarten, die „Wildnis“. Das Kollegium der Margarete-Steiff-Schule hat beschlossen, dass alle zweiten Klassen regelmäßig den Schulgarten besuchen. Neben Spiel und Spaß findet dort, z.B. im „grünen Klassenzimmer“, auch Unterricht statt. Alle anderen Klassen können den Schulgarten für Projekte, Ausflüge und Feiern nutzen. Das Väter-Kind-Zelten (eine Elterninitiative) findet hier alljährlich statt.

11.2 Außerschulische Partner
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Die Margarete-Steiff-Schule arbeitet mit zahlreichen außerschulischen Partnern zusammen. Der in der Nachbarschaft beheimatete Zirkus Zarakali bietet uns die Möglichkeit, das Abschiedstheater der vierten Klassen im Zirkuszelt aufzuführen.

Aufgrund der zahlreichen Kinder mit festgestelltem sonderpädagogischen Förderbedarf arbeiten wir eng den Beratungs- und Förderzentren sowie mit den Sozialrathäusern zusammen. Bei auftretenden Schwierigkeiten im sozial-emotionalen Bereich sowie bei Erziehungsfragen ist das „Haus am Weißen Stein“ ein verlässlicher und kompetenter Partner.

Im Bereich der Teilhabeassistenz stehen uns viele Träger als Ansprechpartner zur Verfügung. Ein langjähriger Kooperationspartner ist die Lebenshilfe.

Um den Kindern mit festgestelltem sonderpädagogischen Förderbedarf eine optimale Teilhabe am Unterricht zu gewährleisten bietet der Verein für Arbeit und Erziehungshilfe (VAE) drei therapeutische Angebote, Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie im Schulgebäude während der Unterrichtszeit an. Hierfür hat die Schule zwei eigene Therapieräume eingerichtet.
Im Nachmittagsbereich haben wir wechselnde Kooperationen, um das Angebot vielfältig zu halten. Aktuell arbeiten wir mit den „Skyliners“, dem Sportverein für Inklusion und „Mind Your Health“ zusammen.

11.3 Hospitation und Praktikum
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Wir bieten pro Schuljahr Hospitationstage und zahlreiche Praktikumsplätze an, um die Arbeit der Margarete-Steiff-Schule kennen zu lernen und zu erleben, wie Inklusion gelingen kann.

Wir setzen uns für eine nachhaltige und gesunde Schule ein.

12. Entwicklungsziele und Ausblick
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Die Margarete-Steiff-Schule hat sich zum Ziel gesetzt, sich in den kommenden zwei Jahren weiter zu einer nachhaltigen und gesunden Schule zu entwickeln. An einem Pädagogischen Tag wurden viele Ideen gesammelt, die es zu konkretisieren gilt.

Wir planen eine Intensivierung des Einsatzes von digitalen Medien und haben bereits Anwendungsbeispiele zusammengestellt, die in der nächsten Zeit erprobt werden. Die Ausstattung aller Klassen mit Smartboards soll bei uns zum Standard werden. Darüber hinaus werden wir einen Laptopwagen anschaffen, um den Umgang mit dem PC in den Klassen auf vielfältigere Weise zu üben.

Zukünftig möchten wir Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst ausbilden, sowie die staatliche Anerkennung der Schule beantragen.

13. Beschwerdekonzept
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Im Sinne eines wertschätzenden Miteinanders ist es uns wichtig, dass wir eine vertrauensvolle Basis zwischen allen Beteiligten an unserer Schule schaffen. Jedoch bleibt es nicht aus, dass es mal zu Unstimmigkeiten und Unzufriedenheit kommt. Beschwerden können unangenehm sein, müssen aber ernst genommen werden und sollten als Gesprächsanlass dienen. Ebenso können Beschwerden auch einen positiven Effekt auf die schulische Weiterentwicklung haben. Entscheidend hierfür ist der Umgang mit einer Beschwerde und den daraus entstehenden Konflikten. Unser Beschwerdekonzept soll als Wegweiser für das richtige Vorgehen bei Beschwerden dienen. Mit Hilfe dessen soll es uns allen gelingen, Beschwerden gezielt und schnellstmöglich zu bearbeiten.

 

Unser Verfahren hat die folgenden Grundsätze

  • Beschwerden sind als konstruktive Kritik erwünscht.
  • Jede Beschwerde wird ernstgenommen und wir nehmen uns Zeit für diese.
  • Die Mitarbeitenden sind für Beschwerden offen.
  • Beschwerden werden dort bearbeitet, wo sie auftreten. Zunächst wird immer der Betroffene selbst über die Beschwerde informiert. Wir reden miteinander, nicht übereinander!
  • Der Beschwerdeführer äußert sich sachlich und hält sich dabei an Gesprächsregeln (Lautstärke, Tonfall, Wortwahl, etc.).
  • Beschwerden werden situativ auf der Grundlage unseres einheitlichen Bearbeitungsverfahrens bearbeitet.
  • Die Bearbeitung der Beschwerde und deren Problemlösung erfolgt zeitnah.
  • Die aufgrund von Beschwerden ergriffenen Maßnahmen dienen der Weiterentwicklung der Qualität in unserer Schule.

 

Angemessener und offener Umgang mit Beschwerden bedeutet für uns

  • Die Schulgemeinde weiß um die negativen Auswirkungen des unprofessionellen Umgangs mit Beschwerden.
  • Die unterschiedlichen Teams haben Ihre Haltung zu Beschwerden miteinander geklärt.
  • Die Mitarbeitenden haben ihre eigene Haltung dazu reflektiert.
  • Die Mitarbeitenden sind sensibel für die Sichtweise der Kinder.
  • Die Mitarbeitenden werden für den Umgang mit Beschwerden geschult.
  • Ein Leitfaden zum Umgang mit Beschwerden ist eingeführt.

 

In der Arbeit mit Kindern müssen optimale Rahmenbedingungen für einen sensiblen Umgang mit möglichen Anliegen geschaffen werden. Wir wollen Kinder befähigen, ihre Meinung äußern zu können. Wir nehmen diese Meinung wahr und berücksichtigen diese. Insbesondere in der Arbeit mit Kindern mit Beeinträchtigung erfordert dies unsere besondere Aufmerksamkeit.

Die Zufriedenheit der Kinder ermitteln wir und geben Ihnen Raum und Zeit für die Äußerung von Unzufriedenheit. Dies wird umgesetzt durch den täglichen Morgenkreis, wöchentlichen Klassenrat, das Kinderteam, den Wunsch- und Meckerkasten und mit (Streit-)gesprächen.

 

Beteiligte Personengruppen

Schüler:innen

Schüler:innen richten Beschwerden über Mitschüler:innen an eine pädagogische Fachkraft des Klassenteams. Diese entscheidet, ob das Problem sofort oder später gelöst wird und ob die Lösung unter Einbeziehung weiterer Gesprächspartner stattfinden muss.

Bei schwierigen Situationen in der Pause ist der:die erste Ansprechpartner:in die Aufsicht führende Fachkraft, die die Situation klärt oder, wenn notwendig, weitere Schritte einleitet, indem sie das Klassenteam möglichst schnell informiert.

Beschwerden von Schüler:innen über Erwachsene werden an die betroffene Person gerichtet. Dabei können sich Schüler:innen von Erwachsenen und Mitschüler:innen (z.B. Klassensprecher:innen) unterstützen lassen.

Ist eine Klärung des Problems mit der betroffenen Lehrkraft nicht möglich, wenden sich die Schüler:innen an die anderen Kräfte des Klassenteams, die eine Klärung mit dem Schüler und der Lehrkraft anstrebt.

Kann das Klassenteam auch unter Einbeziehung der oben genannten Personen das Problem nicht lösen, wird die Schulleitung hinzugezogen.

 

Eltern und Erziehungsberechtigte

Der erste Adressat bei Elternbeschwerden ist das Klassenteam. Sollten sich Eltern zuerst an die Schulleitung wenden, verweist diese sie an die zuständige Fachkraft. Sind Eltern oder die betroffenen Personen nicht bereit, das Gespräch allein zu führen oder wird das Problem nicht gelöst, können nach Absprache weitere Personen aus der Elternschaft und/oder der Schule (Fachkräfte, Elternbeirät:innen oder Schulleitung) hinzugezogen werden.

Beschwerden von Eltern über die Schulleitung sind an die Schulleitung selbst zu richten.

 

 

Pädagogische Fachkräfte

Sollte nach einer erfolgten pädagogischen Maßnahme eine Beschwerde von Fachkräften über Schüler:innen anderer Klassen weiter bestehen, wird zunächst das Klassenteam hinzugezogen, ggf. findet auch ein Austausch mit der Klassenlehrer:innenschaft statt. Außerdem werden bei Bedarf die Eltern mit einbezogen.

Beschwerden von Fachkräften über Eltern werden zunächst an die betroffenen Eltern gerichtet. Sollte dies zu keinem Ergebnis führen, wird die Schulleitung mit einbezogen.

Können Beschwerden von Mitarbeitenden über Kolleg:innen nicht auf direktem Weg gelöst werden, wird die Schulleitung eingebunden. Beschwerden über die Schulleitung werden direkt an diese gerichtet, ggf. kann die Mitarbeitervertretung (MAV) einbezogen werden.

 

 

Weitere

z.B. Hauswirtschaft, Reinigungskräfte, Sekretariat

Sollte eine Regelung unter Beteiligung der aus diesen Gruppen unmittelbar Betroffenen nicht möglich sein, werden Beschwerden der genannten Personengruppen über Schüler:innen an Klassenteams, über Fachkräfte direkt an die kaufmännische Leitung gerichtet. Diese klärt den Sachverhalt, bemüht sich um die Vermittlung eines Gesprächs zwischen den betroffenen Personen bzw. ergreift erforderliche Maßnahmen. Beschwerden über die genannten Personengruppen werden, ebenfalls im Regelfall unter Einbeziehung der kaufmännischen Leitung, mit den betroffenen Personen direkt geklärt.

 

Umsetzung in der Nachmittagsbetreuung

Die sozialpädagogischen Fachkräfte und die Honorarkräfte des Teams Nabi ermitteln die Zufriedenheit der Kinder vor allem durch Beobachtung. Wir geben den Kindern Raum und Zeit, ihre Unzufriedenheit zu äußern. Umgesetzt wird dies durch Reflexionsgespräche, wir unterstützen die Kinder bei der Entwicklung ihres Empathievermögens. Voraussetzung dafür ist, dass alle Mitarbeitende eine gute Bindung zu den Kindern aufbauen und positive Beziehungen gestalten.

Die Rückmeldungen der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten werden ernst genommen; wir gehen auf diese ein.

Beschwerden werden immer mit der betroffenen Person geklärt und dokumentiert.

 

Auswertung der Beschwerde

Benötigt eine betroffene Fachkraft Unterstützung, stehen ihr situationsabhängig das Klassenteam und die Schulleitung als beratendes Organ zur Verfügung.

Unser Ziel ist es, dass die vorgetragene Beschwerde bzw. der Konflikt geklärt wird und problemangemessene Maßnahmen sowie Vereinbarungen getroffen werden. Ebenso ist es für uns wichtig, dass Vereinbarungen im Nachgang überprüft werden (z.B. anhand eines Gesprächsprotokolls).

 

Intervention

Sollte es sich bei dem Beschwerdegrund um ein Problem mit großer Tragweite (bspw. schwerwiegende Dienstpflichtverletzung, Gewalt) handeln, greift die Schulleitung direkt ein. Sie klärt unter Einbezug aller betreffenden Personen den Sachverhalt auf und leitet geeignete Maßnahmen ein. Müssen disziplinarische Maßnahmen eingeleitet werden, wird die Schulaufsichtsbehörde umgehend informiert.